Ihre Fragen – Unsere Antworten

Auf dieser Seite beantworten wir Fragen, die wir regelmäßig von unseren Kunden gestellt bekommen. Falls wir hier eine Ihrer Fragen nicht beantworten können, dann nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Folgende Anzeigen können darauf hindeuten, dass Sie Hörprobleme haben:

 – Sie erhöhen immer wieder und deutlich die Lautstärke Ihres Radio- oder Fernsehgerätes.

– Sie werden mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass Sie Gesagtes überhören oder bei Gesprächen in Gesellschaft oft nachfragen.

– In einer lauten Umgebung können Sie einer Unterhaltung nur schwer folgen.

– Sie verstehen leise Gesprochenes schlecht und bitten oft um Wiederholung.

 

Einen kostenlosen Hörtest sollten Sie regelmäßig, am besten einmal pro Jahr bei uns durchführen lassen. Ihr Hörakustiker kann Ihnen danach Ihr Hörprofil erklären. Sollte eine Beeinträchtigung Ihres Gehörs festgestellt werden, empfiehlt sich ein Besuch bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt.
Robert Dittrich, Hörakustikmeister

Der Schutz vor Corona stellt gerade Hörgeräteträger vor eine große Herausforderung. Durch das verdeckte Mundbild sind Gespräche viel schwerer zu verstehen. Inzwischen gibt es transparente Masken, durch das Tragen derer wird die Kommunikation miteinander wieder leichter.

Was aber haben tun, wenn Ihr Gegenüber keine dieser transparenten Masken trägt. Ich habe für Sie praktische Tipps zusammengestellt:

Maskenprogramme: Wenn Sie Träger eines Hörsystems sind, können Sie durch unser spezielles „Maskenprogrammes“ Ihr Gegenüber besser und deutlicher verstehen.

Hörassistenzsysteme und Zubehör: Wenn Sie Hörsysteme besitzen, können Sie ein Hörassistenzsystem einschl. Zubehör nutzen, um Ihr Gegenüber zu verstehen, ganz ohne das Mundbild sehen zu müssen.

Sprachlautstärke: Bitten Sie den mit Maske Sprechenden lauter zu reden, aber nicht zu schreien. Kräftiges Sprechen verbessert die Verständlichkeit.

Langsamer Sprechen: Bitten Sie Ihr Gegenüber langsam zu sprechen. Dann bleibt Zeit, das Gesagte zu verstehen und zu verarbeiten.

Deutliche Körpersprache: Unterstützen Sie Ihre Aussagen mit deutlicher Körpersprache und Gestik. Zeigen Sie, was Sie meinen oder benutzen Sie Gestiken, um das gesagte zu beschreiben.
Askaya Adolf, Hörakustikerin

Sie kennen es alle: Wenn Sie die Nachrichten im Fernsehen anschauen möchten, stellen sie sich die Lautstärke so ein, dass sie den Nachrichtensprecher gut verstehen. Nachrichten lassen sich in der Regel gut verstehen, da eine Person zielgerichtet und akzentuiert zu Ihnen spricht. Schwieriger gestaltet es sich bei Sendungen mit Gesprächsrunden. Manche Sprecher reden laut, andere hingegen nuscheln oder sprechen leise. Unmöglich wird es, wenn bei Spielfilmen viele Personen durcheinanderreden und Musik zur Untermalung hinzukommt. Dann hat man oft das Gefühl, gar nichts mehr zu verstehen.
Dabei ist mehr Hör- und Verstehgenuss beim Fernsehen möglich.

TV-Assistenzsysteme übertragen Audiosignale Ihres Fernsehers oder der Stereoanlage drahtlos an Ihre Hörsysteme in brillanter Klangqualität und in Echtzeit. Da der TV-Ton über die Hörsysteme übertragen wird, erfolgt automatisch die optimale Hörverlustkorrektur. Somit sind hervorragende Qualität und natürliches Hörempfinden gewährleistet.
Die Hörassistenzsysteme sind passend zum Hörsystem des jeweiligen Herstellers mit unterschiedlichem Zubehör erhältlich. Sie können überall dort eingesetzt werden, wo die Technik der Hörsysteme alleine nicht mehr ausreicht, um das Verstehen in schwierigen Situationen zu verbessern.

Nicht die beste Lösung für Hörsystemträger, aber eine Alternative, ist die Benutzung von Funk- Kopfhörern. Selbst Normalhörende empfinden den Klang der Kopfhörer besser als die Lautsprecher des Fernsehers. Der Lautsprecher sitzt beim Kopfhörer näher vor dem Trommelfell. Der Schall muss nicht erst den Raum durchqueren, er legt nur noch den Weg durch das Trommelfell zurück. Ist der Weg von den Fernsehlautsprechern zu den Ohren zu weit, geht Klang verloren und Hall kommt hinzu.
Der Nachteil von Kopfhörern besteht darin, dass sie sich nicht exakt auf ihren persönlichen Hörverlust einstellen lassen und das Fernsehsignal unabhängig von den persönlichen Einschränkungen verstärken. Außerdem kann man nicht reagieren, wenn man angesprochen wird. Man bekommt von seiner Umgebung kaum noch etwas mit.
Christine Richter, BECKER Hörakustikerin

Dafür gibt es viele Alternativen, die vor allem vom eigenen Hörverlust, aber auch von den Gewohnheiten beim Telefonieren abhängig sind.

Telefonlautsprecher: Wenn keine Zusatzgeräte genutzt werden, ist die Positionierung des Telefons essenziell. Hierbei muss der Lautsprecher des Telefons immer an die Mikrofone der Hörgeräte geführt werden. Wenn Sie ein Hinter-Ohr-Hörgerät besitzen, muss das Telefon also über dem Ohr an ihr Hörgerät gehalten werden. Bei einem Im-Ohr-Hörgerät kann das Telefon wie gewohnt an das Ohr gehalten werden.

Mittels speziell eingestellter Telefonprogramme, die Sie zuschalten, kann noch mehr Deutlichkeit erreicht werden. Wenn ihr Hörgerät die Funktion unterstützt, kann auch mit einem angebrachten Magnet-Aufkleber das Umschalten automatisch auf ihr Telefonprogramm erfolgen.

Festnetz-Telefone: Viele Hörgerätehersteller bieten eigene Festnetz-Telefone an, die ihr Gespräch über Funk direkt in das Hörgerät übertragen.

Bluetooth: Eine weitere Lösung ist, den Telefon-Lautsprecher zu übergehen. Via Bluetooth wird das Gespräch direkt in beide Ohren übertragen. Voraussetzung ist, dass sowohl Handy/Telefon als auch Hörgerät Bluetooth-fähig sind. Ist ihr Hörgerät nicht Bluetooth-fähig, ist dies oftmals mit einem Zusatzgerät möglich. Diese Zusatzgeräte besitzen in der Regel ein Mikrofon und weitere Vorteile, wodurch sogar freihändig sehr komfortabel beidohrig telefoniert werden kann! Einen Normalhörenden ist man damit beim Telefonieren sogar „überlegen“.

Spezialtelefone: Wenn Sie einen starken Hörverlust besitzen, können extra starke Telefone eine Abhilfe verschaffen. Sie sind wesentlich lauter als herkömmliche Telefone und besitzen meist eine Telefonspule/Induktionsspule.

Induktionsspule: Die meisten Hörgeräte besitzen eine Telefon-/ Induktionsspule. Mit der aktivierten Induktionsspule des Hörgerätes, werden elektromagnetische Sprachsignale bereits innerhalb des Telefonhörers abgegriffen. So wird der Lautsprecher des Telefons umgangen und die Sprachübertragung wesentlich verbessert. Allerdings erzeugen nur wenige Telefone das erforderliche elektromagnetische Feld.
Isman Löschner, BECKER Hörakustiker

Ja, bei uns können Sie über ein Videootoskop einen Blick auf Ihr Trommelfell werfen. Dadurch lassen sich Veränderungen des Trommelfells erkennen und anschließend auf der Basis der Ergebnisse individuell angepasste Otoplastiken für Hörhilfen anfertigen.

Das Trommelfell, ein Teil des menschlichen Ohrs, ist eine elastische Membran, die am Ende des inneren Gehörgangs unmittelbar vor dem Mittelohr sitzt. Die Membran weist eine Dicke von etwa 0,1 mm und einen Durchmesser von bis zu 10 mm auf. Das Trommelfell übernimmt die Funktion eines Übersetzers, in dem es die Schallwellen in mechanische Schwingungen umwandelt. Erst dadurch kann das Gehirn den Schall verstehen und im weiteren Verlauf verarbeiten.
Yvonne Fiand, BECKER Hörakustikmeisterin

Die gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen Ihnen alle 6 Jahre ein neues Hörsystem. Vor Ablauf dieser Zeit übernehmen die Kassen die Kosten in besonderen Fällen, wie Hörgeräteverlust oder massive Hörverschlechterung. In beiden Fällen ist eine Verordnung notwendig.

Wenn Sie bei einer privaten Krankenkasse versichert sind, können die Zeiten variieren. 

Diese finden Sie in Ihrem Versicherungsvertrag. 

Nadja Buschke, BECKER Hörakustikerin

Für viele Hörgeräteträger gehört der Kauf und das Wechseln von Batterien an ihrem Hörsystem einfach dazu. Dennoch bieten sich Alternativen, die einen Batteriewechsel unnötig machen. Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus bieten eine Vielzahl von Vorteilen, längere Nutzungsdauer, keine zusätzlichen Kosten, umweltfreundlich. Das Aufladen der Akkus ist mit einer passenden Ladeschale problemlos möglich.
Yvonne Fiand, BECKER Hörakustikmeisterin

Damit Sie entspannt verreisen können, geben wir Ihnen praktische Tipps für das Packen Ihres Koffers. Mit in das Reisegepäck gehören:

  • Trockenbox, ausreichend Ersatzbatterien, Ladeschale und Adapter, falls Sie ein Akkuladegerät verwenden
  • Pflegemittel und ein weiches Putztuch, um die Hörgeräte von Schweiß, Sand oder Sonnencreme zu reinigen
  • Siebe und Filter für Ex-Hörer-Geräte
  • Zubehör, wie Vibrationswecker oder Zusatzmikrofon
  • Ersatzteile, Ersatzhörsystem oder Urlaubsleihset des CI-Herstellers
  • Hörpass, damit im Notfall der örtliche Hörakustiker die akustischen Kenndaten entnehmen kann.

Noch ein Tipp: Lassen Sie vor dem Reiseantritt Ihr Hörsystem bei uns reinigen und prüfen.
Svenja Mohr, BECKER Hörakustikerin

Nein, im Gegenteil! In der Regel wird Tinnitus durch das Tragen von Hörsystemen überdeckt. Meistens liegt in der Frequenz, auf der der lästige Ton gehört wird, ein Hörverlust vor.  Mit einem Hörsystem verschwindet oftmals der Tinnitus im Hintergrund und Sie können Worte oder Geräusche wieder besser hören und verstehen.
Wolfgang Leonhard, BECKER Hörakustiker

Mit lediglich 10,00 Euro gesetzlicher Zuzahlung pro Ohr können Sie bereits besser hören und verstehen. Die gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Zuschüsse deutlich erhöht, so dass aus Kostengründen niemand auf gutes Hören verzichten muss. Sie haben die Möglichkeit, sich zusätzlichen Komfort zu erkaufen. Im Test stellen Sie fest, ob und und welche dieser Leistungen für Sie wichtig sind und ob Sie in den nächsten fünf bis sechs Jahren davon profitieren wollen (die allgemeine Lebensdauer von Hörsystemen).
Madeleine Glaubitz, BECKER Hörakustikerin

Der reine Test dauert etwa fünf Minuten. In dieser Zeit haben wir festgestellt, dass die Gehörgänge frei sind, Ihre Hörschwelle für Töne und Sprache gemessen und Ihr Hörprofil ermittelt. Im Anschluss erklären wir Ihnen die Ergebnisse, tragen diese für Sie in einen Hörpass ein und beantworten Ihre Fragen. Die Sitzung ist beendet, wenn wir alle Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet haben. Der Hörtest inklusive Beratung sind für Sie kostenfrei.
Madeleine Glaubitz, BECKER Hörakustikerin

Die Unterscheidung der Arten von Hörminderung ist der Ursache der jeweiligen Schädigung geschuldet.
Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit hat die Ursache in der „Elektrik“ im Ohr, eine Schallleitungsschwerhörigkeit dagegen in der „Mechanik“ des Ohres.

Bei einer Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt eine Schädigung des Innenohres, des Hörnervs oder der Hörbahn vor.
Gehörtes wird leiser, auch unvollständiger und ggf. verzerrt wahrgenommen. Es fehlen einzelne Frequenzbereiche beim Hören. Dadurch lässt sich das Sprachverstehen deutlich nach. Selbst Schreien hilft meist nicht weiter, da die Sprache dabei noch mehr verzerrt wird und der Schwerhörige noch schlechter versteht. Außerdem hat er das Gefühl, die „Anderen“ nuscheln. Zudem werden hochfrequentierte Geräusche weniger oder gar nicht mehr wahrgenommen, z. B. Vogelgezwitscher oder Grillenzirpen.

Bei einer Schallleitungsschwerhörigkeit liegt eine Störung im äußeren Ohr oder im Mittelohr vor, z. B. durch eine Verknöcherung der Gehörknöchelchenkette (Hammer, Amboss, Steigbügel). Da die Gehörknöchelkette den Schall verstärkt und an das Innenohr weiterleitet, wird Gehörtes nur leise gehört und verstanden. Die tonqualität ist dabei meist nicht nennenswert beeinträchtigt.
Dirk Jennewein, BECKER Hörakustiker

Die Maßotoplastik ist ein wichtiger Bestandteil in der Hörsystemvesorgung und sorgt für die ideale Ankopplung. Da die Anatomie des Ohres bei jedem Mensch individuelle ist, ist eine  Abformung des Ohres die Grundlage für die Herstellung der Otoplastik.  Zunächst wird nach dem Otoskopieren ein Watteschirmchen (Tamponade) an einer feinen Schnur bis in den knöchernen Teil des äußeren Gehörgangs eingeführt Diese schützt das empfindliche Trommelfell  vor der Abformmasse. Danach werden die benötigten Bereiche des Ohres mit Silikonmaterial abgeformt. Dieses Material härtet in wenigen Minuten aus und bildet einen Positivabdruck des Ohres. Aus diesem wird dann die Maßotoplastik angefertigt. Das Verlustrisiko ist durch den passgenauen Sitz deutlich reduziert. Otoplastiken können aus verschiedenen Materialien angefertigt werden.

So gibt es zum Beispiel den Ring, der viel Halt bietet und leicht zu greifen ist, eine Kralle, die guten Halt bietet und im Vergleich zum Ring unauffällig ist, eine Spange, einen Stöpsel mit Abstützung oder auch einen kleinen, unauffälligen Stöpsel.

Welche Otoplastik und welches Material gewählt wird, hängt von der Anatomie des Ohres und vom Hörprofil des Kunden ab.

Otoplastiken werden meist aus Acryl, Thermoplast oder Silikon gefertigt. In besonderen Fällen, z.B. bei Allergikern können Otoplastiken auch verglast oder gar vergoldet werden.

Jessica Rabschun, BECKER Hörakustikerin

Man nimmt sich Zeit für einen Kirchenbesuch, ein Konzert oder eine Theateraufführung und hat Mühe trotz Hörsystem, Musik und Sprache in großen, hallenden Räumen zu verstehen. Daher haben viele öffentliche Räume inzwischen eine induktive Höranlage. Alles was über Mikrofon und Lautsprecher geleitet wird, wird störungsfrei unmittelbar auf das Hörsystem übertragen. Nebengeräusche werden ausgeblendet und fehlende Frequenzen wieder wahrgenommen. Voraussetzung dafür ist, dass das Hörsystem mit einer T-Spule ausgestattet und diese auch aktiviert ist. Zudem muss es auf die Stellung T oder MT geschaltet sein. Auf Induktionsschleifen wird meist am Eingang des Raumes hingewiesen, mit einem blauen Schild, auf dem ein weißes Ohr mit einem T abgebildet ist.
Lars Kleindienst, BECKER Hörakustikmeister


Horst Dieter Schneider
, BECKER-Botschafter des guten Hörens, ist begeistert von dieser Technik:
„Ich bringe mich gern aktiv ein, in meiner Gemeinde, in Bürgerversammlungen, bei der Förderung von Kindern. Da ist gutes Hören und Verstehen von großer Wichtigkeit. Da meine Hörgeräte mit einer Telefonspule ausgestattet sind und mein Hörakustiker diese aktiviert hat, kann ich überall dort, wo Induktionsschleifen verlegt sind, besonders stressfrei hören und verstehen.“

Übersicht: Wo Sie mit Induktionsschleifen gut hören und verstehen können

 

 

 

 

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