„Botze könne mer morje!“ Der Marktplatz von Zell stand ganz im Zeichen der Mundart

Die heimische, moselfränkische Mundart hat viele Freunde! Zu beobachten war dies am vergangenen Freitag, dem 2. September. Die Stühle und Bänke auf dem Zeller Marktplatz waren bis auf den allerletzten Platz besetzt, als an diesem Nachmittag BECKER Hörakustik in Zusammenarbeit mit der Stadt Zell zum Mundartnachmittag eingeladen hatte. Brigitte Hilgert-Becker, Seniorchefin des Unternehmens, das seit über 45 Jahren in Zell eine Zweigstelle hat, konnte unter den Zuschauern auch zahlreiche Kunden des Hauses begrüßen. Diese hatte sie vorher persönlich nicht nur zu Mundart in Musik und Vorträgen sondern auch zu einem „goode Droppe“ eingeladen. So auch Karl-Heinz Wiebach, der vor 70 Jahren als Architekt für Becker Hörakustik gearbeitet hat und jetzt seinen Wohnsitz abwechselnd in Beilstein und Kalifornien hat und der mit seiner Tochter gekommen war.

Bei Hans Peter Döpgen, Bürgermeister der Moselstadt, bedankte sie sich herzlich für die Möglichkeit, die heimische Mundart auf dem Zeller Marktplatz in Musik und Vorträgen lebendig werden zu lassen. Die Zuschauer nutzten gern die Gelegenheit, sich mit der manngroßen Schwarzen Katz fotografieren zu lassen, die als Gruß der Stadtverwaltung ihren Auftritt hatte.

Moselfränkisch in Wort und Gesang
Musikalisch präsentiert wurde das an der ganzen Mosel bis Koblenz und darüber hinaus gesprochene Moselfränkisch durch die Gruppe Mouldahaaf vertreten durch Sandra Werner (Gesang Flöte), Thomas Werner (Gitarre, Bass, Gesang) und Manfred Kupp (Piano, Mundharmonika, Percussion, Gesang). Anhand der vorher verteilten Liedertexte sangen die Zuhörer gern zumindest den Refrain mit. Auf ein Honorar hatte die Gruppe verzichtet und spendete dieses stattdessen für Lebensmittel für Bedürftige.

Großen Zuspruch fanden auch die Wortvorträge. Als „Plattschwätzer“ begeisterten Edith Müller, Karl-Heinz Beuren sowie Gerhard Schommers, letzterer ist Vorsitzender der Mundartvereins “Plattschwätzer“.  Wie der engagierte „Plattschwätzer“   berichtete, wurde er damals von dem ebenfalls anwesenden Josef Buchholz zur Gründung des Vereins animiert.

Gut hören und verstehen, auch in Mundart!
Ihr Engagement für die Mundart erklärte die Seniorchefin des Unternehmens mit den Worten: „BECKER kümmert sich darum, dass Sie hören und (sich) gut verstehen. Nicht nur in „Huhdeutsch“, sondern auch in Mundart!“ Gleichzeitig lud sie die Teilnehmenden zum „Hörerlebnistag“ an, den das Unternehmen am 22. September in seinem gut und geschmackvoll ausgestatteten Fachgeschäft auf dem Barl durchführt. Hier erfahren die Teilnehmer, wieso gutes Hören die geistige Fitness unterstützt und welchen Zugewinn an Lebensgenuss moderne Hörsysteme bieten. Auf Wunsch haben sie die Möglichkeit, die Vorträge mit einem auf ihr persönliches Hörprofil eingestellten Hörsystem zu verfolgen und somit „die Probe aufs Exempel“ zu machen. An Ende des unterhaltsamen Nachmittags bedankten sich die vielen auf dem Marktplatz versammelten Mundartfreunde mit anhaltendem Applaus. Eine Teilnehmerin erklärte, dies sei das erste Mal, dass sie an einem Freitag eine Veranstaltung besucht. Es hätte sie nicht gereut, denn „Botze könne mer morje!“

Der Mundart-Nachmittag von BECKER Hörakustik war gleichzeitig der Auftakt zu einem Festreigen anlässlich 800 Jahre Stadt Zell.


Mundart-Nachmittag auf dem Martkplatz in Zell.

Karl-Heinz Wiebach mit seiner Tochter (li) und Brigitte Hilgert-Becker (re)
v.l.n.r.: Karl-Heinz Beuren, Gerhard Schommers, Josef Buchholz, Brigitte Hilgert-Becker

 

 

 

 

 

 

 

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