13. Tag gegen Lärm
Wußten Sie schon?
Schützen Sie Ihr Gehör ...
Programm und Referenten
Grußwort Prof. Kießling
Audiometer-Spende für Plovdiv
Bulgarischer Vizepräsident in Koblenz
2007 - Wie alles begann!

am 28.4.2010

Kostbare Ruhe – teurer Lärm. Unter diesem Motto stand der 13. Tag gegen Lärm am 28. April 2010. Straßen- und Schienenverkehrslärm, Fluglärm, Nachbarschaftslärm, Lärm in der Schule, Lärm am Arbeitsplatz: Lärm ist vielfältig, allgegenwärtig und schädlich für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Zunehmend wird Lärm auch zum Kostenfaktor.

13 Millionen Bundesbürger leben mit Geräuschpegeln, die ihre Gesundheit gefährden können. Lärm stört, setzt den Körper unter Stress und kann den Ohren schaden. Der Tag gegen Lärm macht auf dieses Problem aufmerksam.

Tatsächlich sind die Ohren in der Lage, Lärm bis zur Schmerzschwelle von 120 dB(A) (Dezibel) zu ertragen, wenn sie danach Zeit haben, sich zu erholen. So ist die innerhalb einer Woche zumutbare Schallbelastung für das menschliche Gehör bei einer Lautstärke von 100 Dezibel nach 90 Minuten überschritten. Solche Schallpegel sind in Diskos und bei Rockkonzerten durchaus üblich. Alles, was über diese festgelegten Zeiten hinausgeht, kann langfristig das Gehör schädigen.

Da Lautstärken über 85 Dezibel den Ohren schaden, ist für Arbeitsplätze mit derartiger Lärmbelastung Gehörschutz vorgeschrieben. Die freiwillige Belastung durch lautes Musikhören oder Heimwerken in der Freizeit ist jedoch unbegrenzt möglich. Vor allem laute Knalle schaden dem Gehör. Waffen – echte ebenso wie Spielzeugpistolen – oder Böller können bis zu 180 Dezibel laut sein. Da Knalle so schnell vorübergehen, erscheinen sie nicht so laut. Doch der Bruchteil einer Sekunde reicht dann aus, um das Gehör für immer zu schädigen. Ebenso verheerend wirkt übrigens auch eine Ohrfeige.

Meist sehen wir uns nur als Opfer, die dem Lärm der anderen ausgeliefert sind. Jeder von uns ist aber auch Lärm-Produzent. Auch wir mähen den Rasen nicht lautlos und denken bei Feiern mehr an den Spaß als an die Ohren der Nachbarn. Anlässlich des Tages gegen Lärm sollte jeder darüber nachdenken, welchen Lärm er selbst verursacht – und künftig vermeiden kann.

Der Tag gegen Lärm ist eine Aktion der Deutschen Gesellschaft für Akustik (DEGA). Er wird durch das Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt gefördert und fand im Verbund mit dem "International Noise Awareness Day" zum 13. Mal statt.

Weitere Informationen zum Tag gegen den Lärm unter www.tag-gegen-laerm.de.