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Gespräche mit Schwerhörigen

Gehen Sie auf einen Schwerhörigen immer von vorne zu. So bemerkt er Sie am besten und erschrickt nicht, wie beim Nahen von rückwärts.

Für das Gespräch gilt die Grundregel: Deutliches, also artikuliertes, langsames und in der Lautstärke ein gutes Mittelmaß - nicht zu leise, nicht zu laut - einhaltendes Sprechen ist für Ihren Gesprächspartner Voraussetzung des Verstehens.

Auch sonst machen wir ganz natürlicherweise unsere Worte durch Gesten wir Handbewegungen und Geschichtsausdruck anschaulich.

Über kurze, klare und bildhafte Sätze freut sich Ihr schwerhöriger Gesprächspartner, weil Sie ihm das Ablesen vom Munde erleichtern. Vermeiden Sie möglichst unbekannte Fremdwörter.

Gibt ein Schwerhöriger eine falsche, vielleicht sogar komische, Lachen und Heiterkeit auslösende Antwort, so gehen Sie nicht einfach darüber hinweg, sondern klären Sie ihn auf.



Gespräche mit Guthörenden

Machen Sie Ihren Gesprächspartner auf Ihren Hörverlust aufmerksam. Tragen Sie Ihr Hörsystem sichtbar, damit sich Ihr Gesprächspartner auf Ihre Situation einstellen kann.

Prüfen Sie vor einem Gespräch Ihr Hörsystem auf seine richtige Einstellung und die Batterie auf Ihre Leistung. Dadurch vermeiden Sie Ärger und Verunsicherung Ihres Gesprächpartners.

Achten Sie darauf, dass Ihr Gesprächspartner „im Lichte steht“, so dass Ihr Auge Ihrem Ohr beim Hören helfen kann. Setzen Sie sich selbst ihm gegenüber.

Wenn sie selbst ruhig (artikuliert) sprechen, wird das auch Ihr Gegenüber tun.

Verstehen vortäuschen, wenn man nicht verstanden hat, erschwert das Gespräch und führt zu Missverständnissen.

Schwerhörige strengt das Hören besonders an. Wenn sie deshalb ermüdet sind, sagen Sie es offen.

Auch Ihren Gesprächspartner strengt das Sprechen mit einem Schwerhörigen an. Nehmen Sie darauf Rücksicht und beenden Sie bei Anzeichen der Ermüdung freundlich das Gespräch.